9-11 Künstler erkennen den Kunstcharakter

Das muß man nun einmal den Künstlern lassen. Sie erkennen den künstlichen äh künstlerischen Charakter dieser Aktion wie beispielsweise der berühmte Komponist Karl-Heinz Stockhausen oder reflektieren die sublime mediale Vorbereitung auf diese Theater-Aufführung (auf diesen Aspekt kommt die Artikel-Serie noch zu sprechen) mit ihren eigenen Werken. Die ganze Artikel-Serie zum 9/11 Event: bitte hier klicken

Ein Freund von mir, Joe Brockerhoff, ein ehemaliger Meister-Schüler von Joseph Beuys hat sich auf eine spezielle Sprüh-Technik konzentriert, mit der er große Flächen künstlerisch gestalten kann. Ich traf mich mit ihm in Japan, wo er gerade die Straßenbahnen Hiroshimas (dort fand 1945 ein ähnliches Ritual statt) besprüht hatte.

In den 90ern erhielt er den Auftrag, für einen Freund dessen Geisterbahn zu bemalen. Der Auftraggeber hatte sich wohl die einzelnen Motive nie so genau angeschaut, sonst hätte er nicht ahnungslos kurz nach dem 9/11 seine Geisterbahn in einer kleinen Stadt zur Kirmes aufgebaut. Ein großes, empörtes Presse-Gewitter regnete auf ihn hernieder wegen offensichtlicher Geschmacklosigkeit. Warum? Joe hatte die Twin-Tower dargestellt, wie sie gerade von zwei Flugzeugen getroffen werden, in den 90ern. Das Motiv hatte er seinerzeit geträumt.

Was fiel denn dem Komponisten Stockhausen spontan zu dieser Aufführung am 9/11 ein?

Zitat:
„Also was da geschehen ist, ist natürlich – jetzt müssen Sie alle Ihr Gehirn umstellen – das größte Kunstwerk, was es je gegeben hat …“ Er führte dazu aus:
„Daß also Geister in einem Akt etwas vollbringen, was wir in der Musik nie träumen könnten, daß Leute zehn Jahre üben wie verrückt, total fanatisch, für ein Konzert. Und dann sterben. [Zögert.] Und das ist das größte Kunstwerk, das es überhaupt gibt für den ganzen Kosmos. Stellen Sie sich das doch vor, was da passiert ist. Das sind also Leute, die sind so konzentriert auf dieses eine, auf die eine Aufführung, und dann werden fünftausend Leute in die Auferstehung gejagt. In einem Moment. Das könnte ich nicht. Dagegen sind wir gar nichts, also als Komponisten.“

Und Karl-Heinz Stockhausen ist eigentlich eher ein Strenger, der Kollegen nicht so schnell lobt. Wer ist denn eigentlich Karl-Heinz Stockhausen?


Karl-Heinz Stockhausen Quelle: Wikipedia, Urheber: Kathinka Pasveer

Zitat:
Im Jahre 1971 schließlich erhielt er das Buch Urantia einer amerikanischen gnostisch-esoterischen Organisation, das er schrittweise zu lesen begann, und das in den folgenden Jahrzehnten dann immer bestimmender für seine Arbeit wurde, beginnend mit Inori, unverkennbar schließlich in Sirius, Licht und Klang.
„Ich bin auf Sirius ausgebildet worden und will dort auch wieder hin, obwohl ich derzeit noch in Kürten bei Köln wohne. Auf Sirius ist es sehr geistig. Zwischen Konzeption und Realisation vergeht fast keine Zeit. Was man hier als Publikum kennt, passive Beisitzer, gibt es dort gar nicht. Da ist jeder kreativ.“
Quelle: Wikipedia

Sirius ist ein Stichwort, ein Stern, der -wie ich in zukünftigen Artikeln zum 9/11-Event noch nachweisen werde- eine tragende Rolle in diesem multimedialen Ritual spielt. Dazu werden wir die Ebene der Betrachtungsweise weg von „Pleiten, Pech und Pannen“ hin zum religiösen Fundament der Aufführung lenken.

Die ganze Artikel-Serie zum 9/11 Event: bitte hier klicken

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