Was ist denn eigentlich Alchemie?

Ein Zentralthema der Alchemie ist gewesen, den Stein der Weisen zu finden, auch bekannt als lapus philosophicum oder als prima materia, manchmal auch als materia prima.

Anhand des Artikels über den großen Alchemisten Johann Kunckel zu Hütten bei Rendsburg, später Kunckel von Löwenstern genannt, glaube ich einen Hinweis geben zu können, daß die Alchemisten oft die prima materia materiell gedacht hatten.

Womöglich auch kein Wunder, waren sie doch für die Vorfinanzierung ihrer Forschung von den Schatzkanzlern der finanzierenden Könige abhängig, die seinerzeit schon so verschuldet waren wie die BRD heute und deswegen ein rein pekuniäres, also materielles Interesse an den Forschungsergebnissen hatten. So blieb dem unglücklichen Kunckel von Löwenstern auf der Pfaueninsel nur noch der Exitus: Sein Labor flog mit ihm in die Luft.

Was aber, wenn die Herren Alchemisten die prima materia geistig gedacht hätten? Wären sie vielleicht darauf gekommen, im Gelde die prima materia zu erkennen? Als ein geistiger Stoff, nur versehentlich in Papier gekleidet, der sich in alles verwandeln kann: in Theaterbesuche, frisch geschmiedete Kirchenglocken, frische Brötchen, eine Rose für die Flamme des eigenen Herzens?

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