Méreaux

Die méreaux ähneln äußerlich den Jetons. Auch sie sind im numismatischen Sinne Marken. Sie sehen aus wie Münzen und wurden von lokalen Autoritäten ausgegeben. Typischerweise wurden sie aus Blei, Zinn, später aus Kupfer hergestellt und galten als örtliches Tauschmittel. Ein deutsches Wort für diese Art der Lokalwährung existiert nicht.

Im letzten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts war die Zentralisierung der Währung so weit fortgeschritten, dass es zu einer Einschränkung der umlaufenden Geldmenge kam, was zu einer massiven wirtschaftlichen Rezession führte, welche beinahe anderthalb Jahrhunderte dauerte.

Begleitet wurde sie von den ersten wirklich ausgedehnten Hungersnöten in Europa des beginnenden 14. Jahrhunderts. Die Bevölkerung wurde dadurch so geschwächt, dass sie dem erneuten Ansturm des Schwarzen Todes nichts mehr entgegenzusetzen vermochte.

Eben weil die lokalen Autoritäten das Recht verloren hatten, ihre eigene Währung herauszugeben, griffen sie immer stärker auf die méreaux zurück

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