Jetons

Jetons sind ebenfalls münzähnliche Objekte, die meist zum Rechnen mit dem Abakus benutzt wurden. Diese Maschine war ursprünglich mit dem Begriff exchequer gemeint, der sich heute noch im Titel des „Chancellor of the Exchequer“ findet, worunter man den britischen Schatzkanzler versteht.


(Jetons de trictrac)

Händler und all jene, die mit Geld zu tun hatten, brauchten einen solchen Abakus, um ihre Konten ordentlich zu führen. Abakusmünzen waren also gar nicht so selten. Jetons fanden später auch Eingang ins Glücksspiel.

Allgemein galten sie als Beleg dafür, dass man etwas bezahlt hatte (wie heute zum Beispiel der U-Bahn-Fahrschein), als Ausweis der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Vereinigung (unseren Mitgliedskarten ähnlich) oder als Unterpfand dafür, dass man zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort war (in der Kirche oder beim Treffen einer Geheimgesellschaft etwa). Bei Aufsichtsratsversammlungen in Frankreich gibt es diese jetons de présence heute noch.

Quelle: Margrit Kennedy / Bernard A. Lietaer „Regionalwährungen – Neue Wege zu nachhaltigem Wohlstand Riemann Verlag, München 1. Auflage 2004, Seite 56

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