Dr. Mabuse und das Geldsystem

Die Dr. Mabuse Filme gehören zu den Klassikern des Deutschen Films. Als Fritz Lang den prophetischen Film “Metropolis”, eine seinerzeit utopische Beschreibung der Lebensumstände in einer Neuen Welt Ordnung, herausgab, war der Propaganda-Minister der NaZis, Joseph Goebbels, so begeistert, daß er Fritz Lang zum Chef der Filmpropaganda machen wollte. Die jüdische Abstammung von Fritz Lang störte bekanntlich nicht. Fritz Lang jedoch bevorzugte die Angebote HolyWoods, was in Anbetracht des bekannten Gangs der Geschichte wohl die bessere Entscheidung war.

In diesem Ausschnitt beschreibt Fritz Lang die heute wohl vertraute Agenda des Terrors als “Herrschaft des Verbrechens”. Als wäre Fritz Lang ein durchgeknallter Esoteriker und Weltverschwörungstheoretiker, werden bei ihm Führungskräfte mittels Channeling dämonischer Wesenheiten rekrutiert. Visuell zeigt er, wie sich eine Besessenheit vollzieht, zitiert also das klassische Bessenheitskonzept der Katholiken wie der Initiationen in Logen.

Prof. Bernard A. Lietaer, ehemals Chef der Notenbank Belgiens, bemerkt dazu:

“Während in Wirtschaftsfachbüchern behauptet wird, daß Menschen und Firmen für mehr Weltmarktanteile und Rohstoffe im Wettbewerb stehen, behauptet Bernard Lietaer, daß sie in Wirklichkeit für höhere Profite kämpfen und Weltmarktanteile und Rohstoffe nur dafür benutzen. Gier und die Angst vor Knappheit werden für Bernard Lietaer durch das jetzt praktizierte Geldsystem ständig erzeugt und vergrößert.”

So macht es vielleicht Sinn in der finalen Phase des Geldsystems, eine Agenda des allumfassenden Terrors multimedial auszurufen, um letztlich eine geld- und besitzlose Gesellschaft einzuführen, wie sie Lang meisterlich in Metropolis beschreibt.

Hier eine kurze Szene aus einem Dr. Mabuse Film

Der Film, in dem Fritz Lang seine tiefen okkulten Erkenntnisse zum Besten gibt, “Metropolis”, regte offensichtlich VISA zu einer Kurzfassung an, die in diesem eingebundenem Werbespot unten zu sehen ist.

Szenenbild aus Metropolis
Szenenbild aus “Metropolis”, Gang von und zur Arbeit


Szenenbild aus “VISA”, Mittagspause gleichgekleideter normierter Menschen vor ihrem standardisierten Industrie-Futter

Hirnlos wie Roboter am Fließband eingetaktete Protagonisten bewegen sich im Gleichschritt, um den reibungslosen Ablauf des Schaffens von Kapitalrendite  zu gewährleisten. Sie entindividualisieren sich ähnlich der düsteren Prophezeiungen Fritz Langs in seinem Meisterwerk “Metropolis”.

Interessanterweise war Langs Kinofilm noch als Warnung gedacht und die Roboterisierung des Menschen in düsteren Farben geschildert. Visa sieht das genau andersherum: Die endgültige Vermassung des Einzelnen wird positiv gedeutet und als erstrebenswert beworben. Unterstützt wird die Visa-Botschaft auch durch die sublime Farbauswahl: So wird in diesem Spot der Mensch in fast einheitlichen, fast grauen Farben dargestellt, die über Visa zu erstrebenden Konsumgüter in herrlich bunten Farben. Kein spannender Film ohne Darstellung eines “Schurken”. Hier spielt ein Mensch, und zwar der, der sich in diesem Spot der Gleichschaltung verweigert, den Schurken: er ist der auszugrenzende Störenfried.

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